von Iris Adler. Wie lebten eigentlich die Menschen, als es noch keine Maschinen gab, kein Internet, kein Verkehrsmittel außer den eigenen Füßen, keinen Kühlschrank und keine Fertigpizza? Davon eine Ahnung zu bekommen, fanden sich gut 20 Fünft- und Sechstklässler wenige Tage vor Schuljahresende in unserer Projektwoche bereit. Am Montag (22. Juni) bauten wir Musikinstrumente aus Nussschalen, einfachen Tontöpfen und Hölzern, die am Mittwoch (24. Juni) gestestet und für kleine Klangerlebnisse konzertiert wurden. Ob vor 7000 Jahren Menschen auch so Musik machten? Der Dienstag widmete sich ganz dem Leben in einem Steinzeitdorf: Dazu fuhren wir mit dem Bus – toll, dass wir so etwas haben – nach Miltitz zum Steinbruch am Krabatstein, wo sich die Enthusiasten des Vereins Steinleicht e.V. der Bewahrung und Vermittlung uralter Kulturtechniken widmen. Mit dem Feuermachen ging es los, denn einige Stunden später sollten auf dem darin erhitzten Stein Brotfladen gebacken werden. Doch bis wir diese genießen konnten, war noch erst das Korn zu Mehl zu reiben und ein Teig anzurühren. Außerdem musste eine Wand gebaut, neues Steinwerkzeug hergestellt und kleine Schälchen aus Ton geformt werden. Natürlich alles per Hand und (fast) ausschließlich ohne moderne Hilfsmittel. Auf diese Weise erlebten wir, wie leicht wir es doch haben, wenn alles scheinbar jederzeit so mühelos verfügbar ist.
Wir danken den Vereinsmitgliedern von Steinleicht e.V. für diesen erlebnisreichen Tag.