von Sabine Rauch und Markus Wiegel. Am 22. Juni 2026 erfuhren wir, dass Shmulik Lahar nach langer schwerer Krankheit in Israel gestorben war. Mit großer Betroffenheit und Anteilnahme für die Familie heißt es nun auf dieser Welt Abschied von einem wunderbaren Menschen, verlässlichen Partner und guten Freund zu nehmen.
Als wir Shmulik 2008 beim ersten Schüleraustausch in Azor/Israel trafen, konnte noch keiner ahnen, welche Spuren dieser Mensch und Pädagoge bei Schülern, Lehrern, Eltern und Freunden im Umfeld des IKG Wilthen hinterlassen würde. Das Motto von ihm und seinem Verein „I & Eye“ war „Brücken (zu) bauen“, dieser Grundtenor bestimmte jeden Austausch, jede Reise und jedes Treffen: Brücken zwischen Menschen, Brücken zwischen Ländern, Brücken zwischen Gesellschaften und Kulturen sowie Brücken über Stereotype, Vorurteile und Weltanschauungen hinweg. Alle, die Shmulik begegneten, waren beeindruckt von seiner Energie, seiner Freude am Leben, seinem Humor, seiner Menschenfreundlichkeit und -kenntnis, seinem umfassenden Wissen und der überragenden Vermittlerfähigkeit, kleine und große Probleme (während eines Austausches) zu lösen.
Shmulik ermöglichte es uns, Grenzen zu überwinden, wundervolle Menschen und Orte in Israel zu erleben, in Diskussion zur Gesellschaft, der Regierung und dem Staat Israel zu bleiben und auch mit aufgeschlossenem Herzen und wachem Verstand auf uns Deutsche zu blicken.
In den Blick nahmen wir – zusammen mit Shmulik – einen Jugendaustausch für 2027, wohl wissend, dass die politisch-gesellschaftlichen Voraussetzungen schwierig sind und sein werden. Die Absprachen waren im Oktober 2025 in Dresden getroffen worden, wir planten, redeten, lachten und schwiegen in den drei Stunden sehr viel. Das Leben hat es anders gewollt, mit Shmulik werden wir auf Erden nie wieder planen, reden, lachen und schweigen.
In unseren Herzen werden wir aber all dies weiter im Sinne Shmuliks tun, vielleicht auch mit anderen Mitgliedern des Vereins von „I & Eye“ und Freunden in beiden Ländern. Wir denken, dass ihn das freuen würde, wenn wir in den nächsten Jahren weiter „Brücken bauen“, zwischenmenschlich, interkulturell, hier und dort, kleine und große, mit Herz und Verstand.