SupraTrans- Die Zukunft?!

Die Klasse 11 hatte sich an ihrem Physikexkursionstag ins Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) nach Dresden begeben. Dort lernte sie die grundlegenden Informationen einer Magenetschwebebahn kennen, SupraTrans. SupraTrans ist ein innovatives Transportkonzept, das auf dem stabilen Schweben eines massiven Supraleiters in einem äußeren Magnetfeld beruht...

Supraleiter sind Materialien, deren elektrischer Widerstand beim Unterschreiten der sogenannten Sprungtemperatur auf null abfällt, d.h. der elektrische Widerstand verschwindet vollständig. In diesem Zustand werden Magnetfelder verdrängt, das heißt, das Innere des Materials bleibt bzw. wird feldfrei. Dieser Meißner-Ochsenfeld-Effekt lässt eine supraleitende Probe schweben. Verbunden mit dem theoretischen Teil war natürlich der praktische.
Wir haben die Magnetschwebebahn eigens getestet. Sie fuhr mit ca. 15km/h in ihrer 80m langen und 1m breiten oval-förmigen Bahn. Im dazugehörigen Fahrzeug hatten jeweils zwei Leute Platz. Es gab einen Hebel zum Vor- und Rückwärtsfahren und es hat wirklich großen Spaß gemacht. Keiner hat es sich entgehen lassen einmal mit diesem Fahrzeug zu fahren. Um das Fahrzeug in einer gewissen Höhe zu halten, müssen die Hochtemperatur-Supraleiterblöcke (HTSL) auf eine bestimmte Temperatur abgekühlt werden, in diesem Fall auf -196°C. Beim Abkühlen speichern die in einem definierten Abstand zur Magnetschiene angeordneten Supraleiter das Schienenmagnetfeld. Sie sind dadurch in der Lage, eine bestimmte Position zur Schiene von sich aus zu halten. Ihre supraleitende Arbeitstemperatur wird durch die Kühlung in flüssigem Stickstoff gewährleistet. Theoretisch und vielleicht auch bald praktisch ist es somit möglich, an Hauswänden oder an Decken von Tunneln entlang zu fahren. Diese Entdeckung ist revolutionär und wird in jedem Fall weiterentwickelt. Am Ende haben uns die Verantwortlichen noch an einem Model gezeigt, wie es auch bald in echt aussehen könnte. Und jeder der wollte, konnte erleben wie es sich anfühlt, wenn flüssiger Stickstoff über die Hand perlt. Stickstoff ist eiskalt und jeder der länger damit in Berührung kommt erfriert, aber da der eiskalte flüssige Stickstoff auf der warmen Hand anfangs sofort in den gasförmigen Zustand wechselt, tut er der Hand nichts an. Dieser Exkursionstag empfanden wir alle als sehr gelungen und wir können es jedem weiterempfehlen!

"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."  I. Kant

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