Kultusminister Piwarz zu Besuch am Immanuel-Kant-Gymnasium in Wilthen

Die Auswirkungen des Lehrermangels an sächsischen Schulen sind auch am Immanuel-Kant-Gymnasium in Wilthen zunehmend spürbar.

Diese Situation und noch vieles mehr nahmen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9/1 des Immanuel-Kant-Gymnasiums Wilthen zum Anlass und wandten sich mit einem Brief an den Kultusminister Herrn Piwarz.

Das Engagement hat sich gelohnt ... 

 ... und Herr Piwarz stellte sich am Montag, dem 15.04.2019, am Immanuel-Kant-Gymnasium in Wilthen den Fragen der Schülerinnen und Schüler der Klasse 9/1, der Lehrerinnen und Lehrer, der Vertreter des Schüler-und Elternrates. Anwesend waren ebenfalls der Bürgermeister der Stadt Wilthen, Herr Herfort, die Landtagsabgeordnete Frau Wissel sowie Frau Dr. Volkmann vom Landesamt für Schule und Bildung Bautzen.

Seit dem Beginn des Schuljahres ist eine hohe Anzahl von Ausfallstunden leider auch in Prüfungsfächern festzustellen. Der teilweise fehlende Ersatz für langzeiterkrankte Lehrer, aber auch die befristete Bereitstellung von Gastlehrkräften führt zu einem vermehrten Wechsel von Lehrern, was einen kontinuierlichen lehrplangerechten Unterricht erschwert.

Insbesondere die fehlende Chancengleichheit bei der Ablegung der Besonderen Leistungsfeststellung in der 10. Klasse sowie des Abiturs durch den Lehrermangel und den hohen Stundenausfall wurde durch die Schülerinnen und Schüler thematisiert. Welche konkreten Maßnahmen werden ergriffen, um den bestehenden und künftigen Bedarf an Lehrkräften sicherzustellen?

Der Kultusminister Herr Piwarz räumte Fehler, die bei der Planung des Lehrerbedarfs in der Vergangenheit passiert sind, ein und versuchte Antworten zu finden und Lösungsvorschläge  zu präsentieren.

Mit der Gewinnung von Lehrernachwuchs für den ländlichen Raum und der bedarfsgerechten Ausbildung von Lehrkräften, z. B. für die naturwissenschaftlichen Bereiche, seien erste Schritte eingeleitet worden, um den künftigen Lehrerbedarf abzudecken. Diese Maßnahmen griffen aber leider nicht von heute auf morgen, so dass sich die Situation kurzfristig nicht ändern werde. Auch fehlten zunehmend Bewerber für die offenen Lehrerstellen. Erste Schritte seien aber getan und es bleibe zu hoffen, dass eine schnelle positive Wende eintritt.

Während der Gesprächsrunde wurden auch andere aktuelle Probleme, z. B. die überalterten Lehrpläne, die Sprachförderung und die Digitalisierung der Schule  angesprochen. Herr Piwarz nahm sich der Probleme an und versprach, auch dafür langfristig Lösungen zu finden.

Zum Abschluss der Veranstaltung überreichte der Kultusminister dem Bürgermeister Herrn Herfort einen Fördermittelbescheid i. H. v. 305.000,00 € für die Sanierung des Schulgebäudes, insbesondere für die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes.

"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."  I. Kant

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