Bildungsreise Israel 2017

 

 

Seit 9 Jahren organisieren Frau Rauch und Herr Wiegel den Deutsch-Israelischen Jugendaustausch an unserem Gymnasium mit viel Engagement und enormem Zeitaufwand. Mehrere Schülergruppen konnten so das traumhafte Land Israel kennenlernen und israelische Freunde gewinnen. In diesem Jahr fand das erste Mal eine Bildungsreise für Eltern und Interessierte statt. Nach mehreren Vorbereitungstreffen starteten am Nachmittag des 5. Oktober 32 Eltern, Freunde und Lehrer in das Abenteuer Israel. Mit dem Busunternehmen Neumann kamen wir trotz Sturms sicher nach Berlin Tegel, von wo aus wir nach Tel Aviv flogen.

Etwas müde, aber sehr erwartungsvoll begannen wir am Morgen des 6. Oktober nach einem Frühstück in Jaffa, die Stadt zu erkunden. Unseren Reiseleiter Shmulik Lahar kannten die meisten Mitreisenden schon durch seine Aktivitäten innerhalb des Deutsch-Israelischen Jugendaustausches. Seine besondere Art, Wissen zu vermitteln und Menschen einander näher zu bringen, muss man erlebt haben….klug, authentisch, witzig, provokant und voller Lebensfreude. Bis Sonntag lernten wir das alte und neue Tel Aviv kennen, konnten in die warmen Wellen des Mittelmeeres abtauchen und noch einmal den Sommer spüren.
Am 09.10. ging es weiter in die Wüste Negev und auf den Beduinenmarkt in Beer-Sheva. Von dort fuhren wir zum Mitzpe Ramon, einem Aussichtspunkt am größten Krater Israels und zum Grab von Ben Gurion. Den Abend verbrachten wir gemeinsam in einer „Knipe“ in Arad.
Am nächsten Morgen ging es weiter nach Massada. Zu Fuß wanderten wir auf die Felsenfestung, dem letzten Widerstandsort der jüdischen Revolte gegen Rom. Dort besichtigten wir die Ausgrabungen des prachtvollen Herodes-Palastes.
Gegen Mittag erreichten wir das Tote Meer. Es war für alle ein Riesenspaß, darin zu baden. Danach besuchten wir  En-Gedi, eine Oase mitten in der Wüste. Abends kamen wir in unserem Gästehaus am See Genezareth an. Diese Herberge hatte eine wunderschöne Anlage, das israelische Essen war ein Genuss. Am nächsten Morgen saßen einige schon sehr früh am Ufer des Sees, um in der Stille den Sonnenaufgang zu erleben. Unsere Tagesziele am 10.10.  waren Tabgha, der Berg der Seligpreisung und eine Fahrt entlang der Israelisch- Libanesischen Grenze zum Hermongebirge. Höhepunkt war ein Besuch der Golanhöhen, mit Blick über die UN Sicherheitszone nach Syrien. Es war für viele bedrückend, in die Weite des „Niemandslandes“ zu sehen, in dem man deutlich zerstörte Häuser erkennen konnte.
Am Donnerstag führte unser Weg über Nazareth und Akko nach Haifa, der größten Hafenstadt Israels. Von dort reisten wir weiter bis Jerusalem. Die nächsten zwei Tage vergingen wie im Flug. Zu Fuß erkundeten wir die Altstadt mit all ihren bekannten Sehenswürdigkeiten, bis hin zur Klagemauer. Gerade in Jerusalem konnten wir die Vielfalt des Judentums deutlich spüren. Am beeindruckendsten war für viele von uns der Besuch der Holocaust Gedenkstätte „Yad Vashem“, vor allem deshalb, weil unser Reiseleiter Shmulik so viele persönliche Geschichten damit verband. Das machte uns alle sprachlos und uns wurde bewusst, dass jeder Einzelne in einer großen Verantwortung steht.
Am Samstagabend machten wir uns wieder auf den Rückweg nach Tel Aviv und  von dort nach Berlin. Mit vielen Eindrücken kamen wir am Sonntagmittag zu Hause an.
Die Begeisterung für das Land Israel können wir jetzt teilen.
Frau Rauch und Herrn Wiegel danken wir von Herzen, dass wir diese wunderschönen Tage zusammen erleben durften. Sie sind Lehrer aus Berufung und Leidenschaft. Das macht sie so besonders.
Wir empfehlen deshalb allen Schülern und Eltern, die Gelegenheit dieses Projektes zu nutzen. Eine bessere Möglichkeit, Menschen verschiedener Nationalitäten und Religionen näher zu bringen und Verständnis füreinander zu haben, gibt es wohl kaum! Gerade Jugendliche sind dafür sehr offen. Auf alle Fälle ist es ein großer Beitrag unter den „Kleinen“ zum Frieden in der Welt.
Schließen möchten wir mit den oft gebrauchten Worten unseres Reiseleiters Shmulik

„Es war ausgezeichnet scheen!“.

Kati Woitaske, Simone Mildner, Annette Vogt

 

  

 

"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."  I. Kant

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